SG Sinsheim/Helmstadt 2 gewinnt auswärts beim TV Eppelheim klar mit 3:0 (26:24; 25:14; 25:15). Durch den Sieg des VC Walldorf 2 bei Verfolger VSG Mannheim 4 tags darauf krönt sich die H2 somit drei Spiele vor Schluss zum Meister der Bezirksliga und sichert sich nach dem Pokaltriumpf am vergangenen Wochenende nun auch den Aufstieg in die Landesliga.
Herren 2 bejubeln ihren Auswärtssieg beim TV Eppelheim ohne zu wissen, dass dies aufgrund des Ausrutschers der Konkurrenz bereits der Schritt zur Meisterschaft war.
Der erste Satz begann vielversprechend für die SG Sinsheim/Helmstadt 2. Mit druckvollen und gut platzierten Aufschlägen durch Dennis Edinger und Nico Friederich setzte man den Gegner früh unter Druck und konnte sich direkt auf 13:1 absetzen. Doch der bereits sicher geglaubte Satzgewinnn geriet aufgrund unzulänglicher Passverteilung in Kombination mit fahriger Bereitschaft in den Basiselementen Block/Feldabwehr sowie Annahme ins Wanken, sodass der TVE beim Stand von 22:22 erstmals in diesem Satz den Ausgleich schaffte. Am Ende gelang mit 26:24 – mehr glücklich als verdient – der Satzgewinn.
Nach einer deutlichen Ansprache von Trainer Michael Rossel übernahm die SG im zweiten Satz die Kontrolle. Mit starken Aufschlägen, deutlich disziplinierterem Blockspiel und konsequenten Angriffen setzte man Eppelheim zunehmend unter Druck und erspielte sich schnell einen komfortablen Vorsprung. Der Satz ging deutlich mit 25:14 an die Gäste, bei denen Luca Mattheus aus der dritten Mannschaft ein solides Debüt in der Bezirksliga feierte.
Auch im dritten Durchgang spielten die Kraichgauer konzentriert weiter. Mattis Bloss übernahm das Zuspiel für Dennis Edinger und Youngster Felix Baune kam für Routinier Jonas Paar auf der Mitte. Der Annnahmeriegel um den gut aufgelegten Libero Lukas Freymüller ermöglichte einen soliden und variablen Spielaufbau, sodass zur Mitte des Satzes auch Christian Wolf aus der dritten Mannschaft sein Bezirksliga-Debüt feiern konnte. So gewann man auch den dritten Durchgang letztlich souverän mit 25:15 und damit das Spiel mit 3:0.
„Wir haben heute im ersten Satz gesehen, wie schnell das Momentum kippen kann, wenn man sich seiner Sache zu sicher ist und man die letzte Entschlossenheit und Bereitschaft vermissen lässt. Doch wir haben aus dieser Situation gelernt und es dann in Satz 2 und 3 besser gemacht. Ich bin froh, dass wir so einen breiten Kader und einen stabilen Unterbau haben. Heute konnten alle ihren Teil zum Mannschaftserfolg beitragen“, resümierte Trainer Michael Rossel nach dem Spiel.
Dieses Glücksgefühl, als Sieger vom Platz zu gehen, hat das Volleyball-Oberligateam der SG Sinsheim/Helmstadt an den letzten Spieltagen in vollen Zügen genießen können. Die vier Siege gegen Teams, die alle in der Tabelle vor den Kraichgauern rangierten, war der deutliche Beleg dafür, wie stark sich die jungen Talente sportlich weiterentwickelt haben. Jetzt aber sind sie erstmals bei einem Team zu Gast, das aktuell einen der Abstiegsplätze belegt – dem TV Bühl 2. Nun stellt sich die Frage, wie sie gegen eine Mannschaft, die unbedingt gewinnen muss, agieren werden. Diesen Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, den kennen sie selbst sehr gut, war er bislang steter Wegbegleiter bei den eigenen Spielen. Zwar rangieren sie aktuell selbst auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, aber der Abstand nach „unten“ ist zu gering, um auf diese wichtigen Punkte verzichten zu können und selbst wieder in die Bredoullie zu kommen.
„Die Jungs sind aktuell gut drauf und zeigen in jedem Training, wie sehr sie sich sportlich entwickelt haben!“, so Cheftrainer Rudi Sonnenbichler, aber es bleibt die große Frage, wie und ob sie mit dieser für die Jungtalente ungewohnten Favoritenrolle zurecht kommen. Trotzdem, Bange machen gilt nicht und so reist das Team voll Zuversicht und Selbstbewusstsein am Samstagnachmittag in Richtung Schwarzwald zum TV Bühl 2.
Aber, ganz sorgenlos sind die Jungs um Spielführer Noah Horn nicht. Wenn um 20.00 Uhr das Spiel in der Bühler Schwarzwaldhalle angepfiffen wird, dann wird es bis kurz zuvor dauern, bis sich die Frage klärt, ob wenigstens Stammspieler Tobias Bechtel die rechtzeitige Anreise schafft, der bis 18.00 Uhr beruflich in Mannheim gebunden ist. Sicher fehlen werden Libero Dominik Hager und Diagonalangreifer Lukas Hermann – und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Zuspieler Joe Dumke. Trotzdem, jetzt wird und muss sich zeigen, ob der Spielerkader nicht nur zahlenmäßig groß, sondern bezüglich sportlicher Qualität wirklich so ausgeglichen ist.
(rso) Kümmerliche 37 Ballpunkte hatten die Kraichgau-Jungs Ende Oktober beim Hinspiel in Kappelrodeck erzielen können und waren so bei der 3:0-Vorrundenniederlage heftigst abgewatscht worden. Dass sich der junge Oberligakader der SG Sinsheim/Helmstadt seit dieser Zeit spielerisch und kämpferisch enorm entwickelt hat, darüber konnten sich die zahlreichen Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Helmstadter Schwarzbachhalle – ca. 100 Schaulustige hatten den Weg in die Halle gefunden – selbst ein Bild machen. Nach rund 2 Stunden Spielzeit konnten die Jungs um Spielführer Noah Horn einen umkämpften 3:2-Sieg verbuchen und sich somit 2 weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg sichern.
Es war seitens der Gastgeber ein recht nervöser Start in den 1.Satz. Der in den letzten Spielen stark agierende Diagonalspieler Benjamin Himmel war die ganze Woche krankheitsbedingt nicht im Training und das merkte man ihm an. Ungewohnte Fehler in seinen Angriffshandlungen und insgesamt zu viele Aufschlagfehler seitens der Heimmannschaft führten schnell zu einem 5-Punkterückstand und die sich ausbreitende Unsicherheit innerhalb des Teams war deutlich zu spüren. Eine taktische Auszeit und die Einwechselung von Finnian Ohr auf der Diagonalposition führte zu etwas mehr Beruhigung innerhalb der Mannschaft, aber der Punkterückstand war bereits zu groß und die Routiniers auf Kappelrodecker Seite sicherten sich durch gut gesetzte Angriffe über die Außenpositionen und druckvolle Aufschläge den 1.Satz mit 18:25 Punkten für sich.
Um den wackeligen Annahmeriegel zu stabilisieren, wurde taktisch umgestellt. Die Spezialisten Noah Horn und Tobias Bechtel tauschten die Plätze und Finnian Ohr behielt weiterhin das Vertrauen auf der Diagonalposition. Angefeuert von den zahlreichen Zuschauern entwickelte sich im Laufe dieses Satzes ein immer intensiverer Schlagabtausch, bei dem sich vor allem Lennart Schmutz auf der Mittelblockposition immer mehr in den Vordergrund spielte. Ob erfolgreiche Schnellangriffe oder gelungene Blockpunkte, das Spiel der Kraichgau-Youngster wurde besser und sie konnten immer öfter zeigen, wie gut sie sich in den letzten Monaten sportlich entwickelt haben. Mit 25:22 Punkten wurde der Satzausgleich zum 1:1 geschafft.
Dass die Kappelrodecker nicht umsonst zum Spitzentrio der Volleyball Oberliga/Baden gehören, davon konnte sich jeder, der an diesem Sonntagnachmittag den Weg in die Helmstadter Schwarzbachhalle gefunden hatte, überzeugen. Viel Spielerfahrung und Routine auf der einen Seite im heftigen Schlagabtausch mit Talent und Kampf auf der anderen. Das Spiel wurde immer intensiver und um jeden Punkt wurde verbissen gekämpft. Aber, es zeigte sich auch immer wieder, dass den jungen Gastgebern in wichtigen Spielphasen immer noch die Ruhe und Abgeklärtheit fehlt, um selbst schon als Top-Team der Oberliga gelten zu können. Immer wieder leichte, unnötige Eigenfehler oder nicht ganz optimale Entscheidungen der Zuspieler in wichtigen Spielphasen führten dazu, dass Satz 3 mit 18:25 wieder an die Gäste ging!
Der entscheidende Fortschritt, den der Kraichgauer Talentschuppen in den letzten Wochen gemacht hat, ist im Bereich der Winner-Mentalität zu suchen. Mittlerweile steht nicht ein talentiertes Team auf dem Feld, das bei starkem Widerstand schnell die Segel streicht, sondern ein Kader, in dem jeder auf oder neben dem Spielfeld für den anderen kämpft und bei Bedarf nahtlos, ohne Niveauverlust, in die Bresche springt. Ob Doppelwechsel auf Zuspiel-/Diagonalposition, ob taktische Wechsel zwischen den beiden Liberos, das Team ist inzwischen stabiler und ausgeglichener und bereit, taktische Informationen umzusetzen. Das führte dazu, dass dies auf Seiten der Gäste zu immer mehr Fehlern führte und so mit 25:20 Punkten der umjubelte Satzausgleich geschafft wurde.
Satz 5 dann der klare Beleg für den unbedingten Siegeswille der Heimmannschaft. Mit 15:9 konnte man den Tie-Break relativ klar für sich entscheiden und so weitere 2 Pluspunkte im wichtigen Kampf um den Klassenerhalt sichern.
„EinSieg der ganzen Mannschaft, eine kompakte Leistung aller Jungs. Obwohl immer noch zu viele leichte Fehler vor allem im Aufschlag-Annahmebereich, aber das haben sie durch Einsatzbereitschaft und Kampfgeist wettgemacht. Ich muss aufpassen, dass ich die Jungs nicht durch meine dauernde, oft recht deutliche Kritik bzgl. ihrer spielerischen Schwachstellen nicht zu stark unter Druck setze. Sie sind krass lernbereit und mittlerweile schon auf einem Level, wo Lob vielleicht ab und zu die bessere Lösung wäre als steter Hinweis darauf, was immer noch nicht passt!“– so Cheftrainer Rudi Sonnenbichler .
SG Sinsheim/Helmstadt 2 krönt sich zum Bezirkspokalsieger
Was für ein Endspiel, was für eine Dramatik, was für ein Triumph! Die SG Sinsheim/Helmstadt 2 hat sich in einem hochspannenden Finale in der IGH-Halle Heidelberg den Bezirkspokal 2026 gesichert. Gegen die SG Heidelberg 7 entwickelte sich ein echtes Pokaldrama, das erst nach über zwei Stunden Spielzeit im fünften Satz entschieden wurde.
Vor stimmungsvoller Auswärtskulisse lieferten sich beide Mannschaften ein intensives Duell auf Augenhöhe. Am Ende bewiesen die Kraichgauer die stärkeren Nerven und setzte sich mit 3:2 (25:17, 16:25, 28:26, 20:25, 15:11) durch.
Der Start in die Partie verlief nahezu perfekt. Mit druckvollen Aufschlägen, konsequenter Blockarbeit und einer stabilen Annahme dominierte die SG den ersten Satz klar. Doch im zweiten Durchgang wendete sich das Blatt: Die Abstimmung geriet ins Wanken, Eigenfehler schlichen sich ein und Heidelberg fand immer besser ins Spiel.
Nach einer deutlichen Ansprache von Trainer Jonas Paar kehrte die nötige Klarheit zurück. Satz drei entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem die Führung mehrfach wechselte. Mit großem Kampfgeist und Entschlossenheit sicherte sich die Zweitvertretung der SG Sinsheim/Helmstadt den umkämpften Durchgang. Doch Heidelberg antwortete erneut und erzwang mit dem Gewinn des vierten Satzes den Entscheidungssatz.
Im Tiebreak erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Jeder Ballwechsel wurde frenetisch gefeiert, jede Abwehraktion bejubelt. Die mitgereisten Fans – unterstützt von Trommeln und lautstarken Gesängen – verwandelten die Halle in ein Tollhaus und hielten die Atmosphäre trotz Heidelberger Heimkulisse ausgeglichen.
Beim Stand von 10:10 war noch alles offen doch die SG mobilisierte noch einmal ihre letzten Kraftreserven und holten sich die weiteren Punkte. Zwei Aufschlag-Asse in Serie brachten die Entscheidung. Mit dem letzten Punkt kannte der Jubel keine Grenzen mehr – Spieler, Trainerteam und Fans feierten gemeinsam diesen hart erkämpften Erfolg.
Final-MVP: Nico Friederich (links, SG SiHe)
Mit diesem 3:2-Sieg setzt die SG Sinsheim/Helmstadt 2 ein starkes Ausrufezeichen und krönt eine leidenschaftliche Pokalreise mit dem verdienten Titelgewinn. Dieser Erfolg zeigt, welch stabiles Fundament sich in den letzten Jahren im Herrenbereich der SG Sinsheim/Helmstadt und dem gesamten Umfeld entwickelt hat.
Doch langes Feiern ist nicht angesagt – schon am kommenden Samstag wartet der Liga-Alltag auf die SG Sinsheim/Helmstadt 2. Beim Auswärtsspiel gegen den TV Eppelheim (Sa., 07.03. – 15 Uhr – Ernst-Knoll-Halle) sollen die nächsten 3 Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft in der Bezirksliga eingefahren werden, um die Saison mit dem Double-Gewinn aus Pokal und Meisterschaft abzurunden.
Erfreuliche Nachrichten von denHelmstadter Mixed-Volleyballern : Zuspielerin Patti Kiermeier hat nach ihrem verletzungsbedingten Ausscheiden beim letzten Spieltag einen ersten Trainingsversuch unternommen und gibt erst einmal Entwarnung. Das Knie hält, und sie ist optimistisch beim letzten Heimspieltag am 15. März in der Helmstadter Schwarzbachhalle wieder dabei sein zu können. Dabei gibt es ein richtiges Gipfeltreffen, kommen doch die aktuell drei erstplatzierten Mannschaften der Volleyball Landesliga Nord zu einem gemeinsamen Spieltag zusammen. Für die VSGler geht es dabei ab 13.00 Uhr gegen die VSG Rhein-Neckar aus Edingen-Neckarhausen. Dieses Team liegt derzeit auf Platz zwei der Tabelle und kann als einzige Mannschaft den Helmstadtern noch die Meisterschaft streitig machen . Die Bühne für ein großes Saisonfinale ist also gerichtet. Aktuell auf dem dritten Ring liegt der ASVEppelheim. Im Hinspiel hatten die VSGler hier zwar klar mit 3:0 die Nase vorn, das Team ist aber schon aufgrund des aktuellen Tabellenplatzes nicht zu unterschätzen.
Patti Kiermeier Zuspielerin der ersten Mixed-Mannschaft der Helmstadter Volleyballer ist optimistisch beim Heimspieltag am 15. März in der Helmstadter Schwarzbachhalle dabei sein zu können.
Weitere 2 wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg
(rso) „Wie würde die Mannschaft die dreiwöchige Pause seit dem letzten Punktspiel verkraften? Würde sie an den klar sichtbaren Leistungsanstieg in den letzten Spielen nahtlos anknüpfen können oder würde das junge Team der SG Sinsheim/Helmstadt diese Form erst wieder suchen müssen?“ – das waren die zentralen Fragen, die es zu beantworten galt, als man sich am Sonntagmittag auf den Weg nach Freiburg machte! Alle Spieler an Bord, rechtzeitige Anreise, konzentriertes Warmmachen und die Stimmung prächtig. Alles schien nach Plan zu laufen. Auch die beiden ersten Satzpunkte wurden auf der Habenseite verbucht – und dann plötzlich ein kontinuierlich fortschreitender Befindlichkeitswandel. Die Selbstsicherheit schmolz von Punkt zu Punkt wie der Schnee in der Sonne. Schwache Annahmen und zittrige Aufschläge führten immer mehr dazu, dass die Leistung kippte. Die Freiburger merkten sehr schnell, dass sie nur Stimmung und Druck beim eigenen Service brauchten, um selbst die Spielkontrolle zu erlangen. Alle guten Vorsätze seitens der Kraichgauer Jungs schienen vergessen zu sein und so wurde das Spiel von Punkt zu Punkt verkrampfter. Auch der Wechsel auf der Zuspielposition brachte keine große Veränderung. Die Breisgauer Nachwuchstalente des Erstligateams punkteten jetzt vor allem über die Außenpositionen fast nach Belieben, während die Sonnenbichler-Jungs fast nur noch aus dem Verteidigungs-Modus heraus reagierten. So ging dieser Satz, am Ende etwas unglücklich, mit 25:23 Punkten verloren und es schien, als ob das in den letzten Wochen so konsequent erarbeitete Selbstbewusstsein auf die eigene Leistungsfähigkeit bei allen ziemlich abhanden gekommen wäre.
Satz 2 begann mit der taktischen Umstellung der Außen-Annahmepositionen Noah Horn und Tobi Bechtel. Dies führte dazu, dass die Annahme etwas stabiler wurde. Trotzdem, auch der Spielverlauf in Satz 2 blieb lange eine ziemlich zähe Angelegenheit, denn die Passgestaltung in Verbindung mit den Schnellangreifern war zu oft fehlerhaft und die Aufschlageffizienz weiterhin unterdurchschnittlich. Dazu kam, dass weder der Block noch die Feldverteidigung den gegnerischen Diagonalangreifer in den Griff bekamen und dieser immer wieder dafür sorgte, dass der herausgespielte Punktvorsprung in diesem Satz meist wieder zusammenschmolz und die knappe Führung wackelte. Trotzdem, mit 25:19 Punkten wurde letztendlich zum 1:1 ausgeglichen und das Nervenflattern schien überwunden zu sein.
Satz 3 wurde dann am Ende leider vom Schiedsgericht mit entschieden. Bis zum Satzstand von 16:18 war das Spiel hart umkämpft, die Führung wechselte ständig und beide Seiten stemmten sich zu Beginn der Crunchtime gegen den drohenden Satzverlust. Dann ein Wechselfehler bei Freiburg, was eigentlich Aufschlagrecht SG bedeutete, lange Diskussion und das sehr unsichere Schiedsgericht nahm nicht nur die berechtigte falsche Wechselfehlerentscheidung zurück sondern ahndeten die Einsprüche der Kraichgauer mit einer roten Karte, so dass es nicht 17:18 und Aufschlagrecht Sinsheim/Helmstadt, sondern plötzlich mit Strafpunkt durch die rote Karte 19:16 und weiterhin Aufschlag Heimmannschaft hieß. Dies war der entscheidende Anstoß, dass dieser so wichtige Satz mit 19:25 zum 2:1-Rückstand führte.
Noch in der Vorrunde hätten die jungen Kraichtgauer Sportler spätestens jetzt die Flinte ins Korn geworfen und das Spiel abgeschenkt. Die zentrale Frage, die im Raum stand: „Würde jemand das Steuer in die Hand nehmen, die Verantwortung tragen und voran gehen?“ Die klare Antwort darauf zeigte das gesamte Team. Lautstark angefeuert von den Wechselspielern und den mitgereisten Fans ging ein Ruck durch die Mannschaft und endlich war wieder mehr Zuversicht und Selbstbewusstsein in den eigenen Aktionen zu sehen. Auch wenn die Eigenfehlerquote im Aufschlag und die mangelnde Qualität in vielen Abwehr- und Zuspielhandlungen immer noch überdurchschnittlich hoch war, so stimmten jetzt Einsatz und unbedingter Siegeswille. Angeführt vom jungen Linkshänder auf der Diagonalposition, Benjamin Himmel, der immer häufiger mit athletischen Angriffsschlägen punktete, wurde mit 21:25 der 2:2 Satzausgleich geschafft – und schließlich auch der entscheidende, bis zum letzten Punkt verbissen umkämpfte Tiebreak mit 13:15 gewonnen.
„Was die Jungs heute gelernt haben, ist extrem wichtig für ihre weitere sportliche Entwicklung! Arbeit schlägt Talent – immer! Das bewusste Erleben, dass nach einer längeren Pause vor allem junge, noch leistungslabile Talente erst wieder in den aktiven Spielrhythmus kommen müssen, auch wenn sie zwischenzeitlich gut trainieren, haben sie heute leidvoll erfahren müssen. Die Erkenntnis daraus: Jede erfolgreiche Aktion basiert auf konsequenter Arbeit, dazu kommt der Wettkampfdruck und Erwartungshaltung! – Heute haben sie am eigenen Leib gemerkt, wie schnell Basics verloren gehen, wenn nicht durch konsequentes, stetiges Wiederholen eine stabile Basis erarbeitet wird!“ analysierte Coach Sonnenbichler.
Dass dieser Spielrhythmus in den nächsten 4 Wochen erhalten bleibt, dafür sorgt der Spielplan. Bereits am kommenden Sonntagnachmittag kommt es um 16.00 Uhr in der Schwarzbachhalle in Helmstadt zum Spiel gegen den aktuellen Tabellendritten, TV Kappelrodeck. Dieses Team ist den Kraichgau-Youngstern noch in allzu guter Erinnerung, denn dort sind sie in der Vorrunde mit 0:3 Sätzen kräftig abgewatscht worden und konnten dabei insgesamt nur 37 Punkte selbst erzielen! Ein ganz besonderer Grund also, den heimischen Fans zu zeigen, welche spielerischen Fortschritte sie seitdem gemacht haben!
SG Sinsheim/Helmstadt vor schwieriger Auswärtsprüfung
Kapitän Noah Horn will auch gegen die FT Freiburg 3 wieder in der Annahme glänzen
(rso) Für die Volleyball-Männer der SG Sinsheim/Helmstadt steht an diesem Sonntag, dem 22. Februar 2026, eine weite und bezüglich sportlicher Wichtigkeit sehr bedeutsame Reise in der aktuellen Oberliga-Saison auf dem Programm. Das Team tritt bei der FT Freiburg 3 an, um dort weiter extrem wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einzuspielen.
Nach einer langen Eingewöhnungszeit des stark verjüngten Youngster-Teams um Spielführer Noah Horn, das während der Vorrunde kaum punkten konnte und immer einen Abstiegsplatz belegte, bestätigt die SG Sinsheim/Helmstadt zu Beginn der Rückrunde den sportlichen Aufwärtstrend und blickt auf wichtige Punktgewinne zurück, die zeigen, dass die Mannschaft mittlerweile in der Lage ist, auch gegen Top-Teams der Liga bestehen zu können. Dennoch ist das Nachwuchsteam des Bundersligisten FT Freiburg – gespickt mit jungen Talenten aus dem Freiburger Nachwuchssystem – in eigener Halle als äußerst heimstark einzustufen.
Sie gelten als taktisch gut geschultes Team, das vor allem durch eine disziplinierte Abwehr und ein schnelles Angriffsspiel besticht. In der „Act-Now-Halle“, der Heimspielstätte der Freiburger Erstliga-Volleyballer, herrscht traditionell eine hitzige Atmosphäre, die schon manchen Favoriten ins Wanken gebracht hat. Die Partie beginnt am Sonntag um 15:00 Uhr. Fans, die die Reise in den Breisgau nicht antreten können, finden aktuelle Zwischenstände und den abschließenden Spielbericht auf den Portalen des Nordbadischen Volleyballverbands. Einen Livestream gibt es wie gewohnt unter https://www.twitch.tv/sgsinsheimhelmstadt.
Für die SG wird es darauf ankommen, von Beginn an Druck im Aufschlag zu erzeugen, um das Freiburger Kombinationsspiel zu unterbinden. „Auch wenn wir jetzt 3 Wochen Spielpause überbrücken mussten und die Trainingseinheiten in diesem Zeitraum oft durch krankeits- und berufsbedingte Abwesenheit von wichtigen Spielern nicht immer optimal gelaufen sind, hoffe ich doch, dass die zu Beginn der Rückrunde deutlich aufsteigende Formkurve nicht abbricht. Wichtig wird sein, einen kühlen Kopf zu bewahren, uns nicht von äußeren Faktoren beeinflussen zu lassen und die Eigenfehlerhäufigkeit zu minimieren“, so Cheftrainer Rudi Sonnenbichler. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen liegt der Fokus klar auf einer stabilen Annahme, um die eigenen Angreifer variabel einsetzen zu können.
Am Sonntag, den 08.02.2026, fand bei der TSG Blankenloch die Landesmeisterschaft U20 des Nordbadischer Volleyballverband statt. Das Ziel der Mannschaft war klar: Ein besseres Abschneiden als die Baden Volleys SSC Karlsruhe und damit erstmals der Sprung zur Regionalmeisterschaft, um sich mit den besten Jugendteams Baden-Württembergs zu messen.
Die Jungs der SG Sinsheim/Helmstadt trafen in ihrer Dreiergruppe zunächst auf die Gastgeber aus Blankenloch. Gegen den erfahrungsgemäß unangenehmen Gegner mit seiner kämpferischen und unorthodoxen Spielweise behielt man jedoch stets die Kontrolle und gewann souverän mit 2:0 (25:17; 25:14).
Im abschließenden Gruppenspiel kam es dann zum erwarteten Showdown gegen den Bundesliganachwuchs des SSC Karlsruhe, den man am vorherigen Spieltag erstmals in Bestbesetzung mit 2:1 hatte bezwingen können. Ein Sieg hätte die direkte Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft bedeutet – für viele Spieler des Jahrgangs 2007 die letzte Chance auf ein solches Turnier in ihrer Jugendzeit.
Leider startete das Team zu verkopft und ohne die nötige Lockerheit in den ersten Satz. Zu viele Aufschläge landeten knapp im Aus, zudem fehlte es an Präzision in der Annahme. Trotz klarer Fortschritte im Angriff und im athletischen Bereich gingen die langen Ballwechsel häufig an die Karlsruher. Der erste Satz ging folgerichtig mit 18:25 verloren. Trainer Michael Rossel forderte in der Satzpause mehr Entschlossenheit am Netz sowie kleine Anpassungen im Annahmeriegel. Zwar kämpfte sich die Mannschaft im zweiten Durchgang nach anfänglichem Rückstand zurück ins Spiel, doch das Aufbäumen kam zu spät – auch dieser Satz ging mit 21:25 verloren. Die Enttäuschung über die verpasste Chance war den Spielern nach dem Spiel deutlich anzumerken.
Im anschließenden Spiel um Platz 3 gegen den TV Bühl zeigte das Team jedoch noch einmal Moral. Trotz zahlreicher Wechsel in der Startaufstellung gewann man souverän mit 2:1 (17:25; 25:21; 15:11). Dieses Spiel unterstrich eindrucksvoll, dass in den vergangenen Jahren eine Mannschaft aus starken Volleyballern gewachsen ist, die sich nicht nur individuell, sondern auch als Kollektiv auf und neben dem Feld hervorragend entwickelt hat.
Durch die knapp verpasste Qualifikation zur Regionalmeisterschaft steht nun am Sonntag, den 15.03.2026, mit dem U20-Jugendverbandspokal der Nordbadischen Volleyballjugend der letzte Jugendspieltag für viele der Spieler an. Eine letzte Titelchance zum Abschluss der Jugendzeit – eine Gelegenheit, die sich die Jungs nicht entgehen lassen wollen.
Für die U20 der SG Sinsheim/Helmstadt spielten in der Saison 2025/26:
Yarik Avramenko, Felix Baune, Mika Bialas, Nico Friederich, Benjamin Himmel, Noah Horn, Linus Lettau, Finnian Ohr, Felix Schick, Henrik Schnetzer, Christian Wolf, David Zehender