Volleyball Spielgemeinschaft

Kategorie: Allgemein (Seite 2 von 44)

H1: Revanche geglückt

Schwarzbachhalle bleibt Festung

(rso) Kümmerliche 37 Ballpunkte hatten die Kraichgau-Jungs Ende Oktober beim Hinspiel in Kappelrodeck erzielen können und waren so bei der 3:0-Vorrundenniederlage heftigst  abgewatscht worden.  Dass sich der junge Oberligakader der SG Sinsheim/Helmstadt seit dieser Zeit spielerisch und kämpferisch enorm entwickelt hat, darüber konnten sich die zahlreichen Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Helmstadter Schwarzbachhalle – ca. 100 Schaulustige hatten den Weg in die Halle gefunden – selbst ein Bild machen. Nach rund 2 Stunden Spielzeit konnten die Jungs um Spielführer Noah Horn einen  umkämpften 3:2-Sieg verbuchen und sich somit 2 weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg sichern.

Es war seitens der Gastgeber ein recht nervöser Start in den 1.Satz. Der in den letzten Spielen stark agierende Diagonalspieler Benjamin Himmel war die ganze Woche krankheitsbedingt nicht im Training und das merkte man ihm an. Ungewohnte Fehler in seinen Angriffshandlungen und insgesamt zu viele Aufschlagfehler  seitens der Heimmannschaft führten schnell zu einem 5-Punkterückstand und die sich ausbreitende Unsicherheit innerhalb des Teams war deutlich zu spüren. Eine taktische Auszeit und die Einwechselung von Finnian Ohr auf der Diagonalposition führte zu etwas mehr Beruhigung innerhalb der Mannschaft, aber der Punkterückstand war bereits zu groß und die Routiniers auf Kappelrodecker Seite sicherten sich durch gut gesetzte Angriffe über die Außenpositionen und druckvolle Aufschläge den 1.Satz mit 18:25 Punkten für sich.

Um den wackeligen Annahmeriegel zu stabilisieren, wurde  taktisch umgestellt. Die Spezialisten Noah Horn und Tobias Bechtel tauschten die Plätze und Finnian Ohr behielt weiterhin das Vertrauen auf der Diagonalposition. Angefeuert von den zahlreichen Zuschauern entwickelte sich im Laufe dieses Satzes ein immer intensiverer Schlagabtausch, bei dem sich vor allem Lennart Schmutz auf der Mittelblockposition immer mehr in den Vordergrund spielte. Ob erfolgreiche Schnellangriffe oder gelungene Blockpunkte, das Spiel der Kraichgau-Youngster  wurde besser und sie konnten immer öfter zeigen, wie gut sie sich in den letzten Monaten sportlich entwickelt haben. Mit 25:22 Punkten wurde der Satzausgleich zum 1:1 geschafft.

Dass die Kappelrodecker nicht umsonst zum Spitzentrio der Volleyball Oberliga/Baden gehören, davon konnte sich jeder, der an diesem Sonntagnachmittag den Weg in die Helmstadter Schwarzbachhalle gefunden hatte, überzeugen. Viel Spielerfahrung und Routine auf der einen Seite im heftigen Schlagabtausch mit Talent und Kampf auf der anderen. Das Spiel wurde immer intensiver und um jeden Punkt wurde verbissen gekämpft. Aber, es zeigte sich auch immer wieder, dass den jungen Gastgebern in wichtigen Spielphasen immer noch die Ruhe und Abgeklärtheit fehlt, um selbst schon als Top-Team der Oberliga gelten zu können. Immer wieder leichte, unnötige Eigenfehler oder nicht ganz optimale Entscheidungen der Zuspieler in wichtigen Spielphasen führten dazu, dass Satz 3 mit 18:25 wieder an die Gäste ging!

Der entscheidende Fortschritt, den der Kraichgauer Talentschuppen in den letzten Wochen gemacht hat, ist im Bereich der Winner-Mentalität zu suchen. Mittlerweile steht nicht ein talentiertes Team auf dem Feld, das bei starkem Widerstand schnell die Segel streicht, sondern ein Kader, in dem jeder auf oder neben dem Spielfeld  für den anderen kämpft und bei Bedarf nahtlos, ohne Niveauverlust, in die Bresche springt. Ob Doppelwechsel auf Zuspiel-/Diagonalposition, ob taktische Wechsel  zwischen den beiden Liberos, das Team ist inzwischen stabiler und ausgeglichener und bereit, taktische Informationen umzusetzen. Das führte dazu, dass dies auf Seiten der Gäste zu immer mehr Fehlern führte und so  mit 25:20 Punkten der umjubelte Satzausgleich geschafft wurde.

Satz 5 dann der klare Beleg für den unbedingten Siegeswille der Heimmannschaft. Mit 15:9 konnte man den Tie-Break relativ klar für sich entscheiden und so weitere 2 Pluspunkte im wichtigen Kampf um den Klassenerhalt sichern.

Ein Sieg der ganzen Mannschaft, eine kompakte Leistung aller Jungs. Obwohl immer noch zu viele leichte Fehler vor allem im Aufschlag-Annahmebereich, aber das haben sie durch Einsatzbereitschaft und Kampfgeist wettgemacht. Ich muss aufpassen, dass ich die Jungs nicht durch meine dauernde, oft recht deutliche Kritik bzgl. ihrer spielerischen Schwachstellen nicht zu stark unter Druck setze. Sie sind krass lernbereit und mittlerweile schon auf einem Level, wo Lob vielleicht ab und zu die bessere Lösung wäre als steter Hinweis darauf, was immer noch nicht passt!“– so Cheftrainer Rudi Sonnenbichler .

H2: Nervenstark & siegreich im Pokalfinale

SG Sinsheim/Helmstadt 2 krönt sich zum Bezirkspokalsieger

Was für ein Endspiel, was für eine Dramatik, was für ein Triumph! Die SG Sinsheim/Helmstadt 2 hat sich in einem hochspannenden Finale in der IGH-Halle Heidelberg den Bezirkspokal 2026 gesichert. Gegen die SG Heidelberg 7 entwickelte sich ein echtes Pokaldrama, das erst nach über zwei Stunden Spielzeit im fünften Satz entschieden wurde.

Vor stimmungsvoller Auswärtskulisse lieferten sich beide Mannschaften ein intensives Duell auf Augenhöhe. Am Ende bewiesen die Kraichgauer die stärkeren Nerven und setzte sich mit 3:2 (25:17, 16:25, 28:26, 20:25, 15:11) durch.

Der Start in die Partie verlief nahezu perfekt. Mit druckvollen Aufschlägen, konsequenter Blockarbeit und einer stabilen Annahme dominierte die SG den ersten Satz klar. Doch im zweiten Durchgang wendete sich das Blatt: Die Abstimmung geriet ins Wanken, Eigenfehler schlichen sich ein und Heidelberg fand immer besser ins Spiel.

Nach einer deutlichen Ansprache von Trainer Jonas Paar kehrte die nötige Klarheit zurück. Satz drei entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem die Führung mehrfach wechselte. Mit großem Kampfgeist und Entschlossenheit sicherte sich die Zweitvertretung der SG Sinsheim/Helmstadt den umkämpften Durchgang. Doch Heidelberg antwortete erneut und erzwang mit dem Gewinn des vierten Satzes den Entscheidungssatz.

Im Tiebreak erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Jeder Ballwechsel wurde frenetisch gefeiert, jede Abwehraktion bejubelt. Die mitgereisten Fans – unterstützt von Trommeln und lautstarken Gesängen – verwandelten die Halle in ein Tollhaus und hielten die Atmosphäre trotz Heidelberger Heimkulisse ausgeglichen.

Beim Stand von 10:10 war noch alles offen doch die SG mobilisierte noch einmal ihre letzten Kraftreserven und holten sich die weiteren Punkte. Zwei Aufschlag-Asse in Serie brachten die Entscheidung. Mit dem letzten Punkt kannte der Jubel keine Grenzen mehr – Spieler, Trainerteam und Fans feierten gemeinsam diesen hart erkämpften Erfolg.

Final-MVP: Nico Friederich (links, SG SiHe)

Mit diesem 3:2-Sieg setzt die SG Sinsheim/Helmstadt 2 ein starkes Ausrufezeichen und krönt eine leidenschaftliche Pokalreise mit dem verdienten Titelgewinn. Dieser Erfolg zeigt, welch stabiles Fundament sich in den letzten Jahren im Herrenbereich der SG Sinsheim/Helmstadt und dem gesamten Umfeld entwickelt hat.

Doch langes Feiern ist nicht angesagt – schon am kommenden Samstag wartet der Liga-Alltag auf die SG Sinsheim/Helmstadt 2. Beim Auswärtsspiel gegen den TV Eppelheim (Sa., 07.03. – 15 Uhr – Ernst-Knoll-Halle) sollen die nächsten 3 Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft in der Bezirksliga eingefahren werden, um die Saison mit dem Double-Gewinn aus Pokal und Meisterschaft abzurunden.

Mixed-Heimspiel


Erfreuliche Nachrichten von denHelmstadter Mixed-Volleyballern : Zuspielerin Patti Kiermeier hat nach ihrem verletzungsbedingten Ausscheiden beim letzten Spieltag einen ersten Trainingsversuch unternommen und gibt erst einmal Entwarnung. Das Knie hält, und sie ist optimistisch beim letzten Heimspieltag
am 15. März in der Helmstadter Schwarzbachhalle wieder dabei sein zu können.
Dabei gibt es ein richtiges Gipfeltreffen, kommen doch die aktuell drei erstplatzierten Mannschaften der Volleyball Landesliga Nord zu einem gemeinsamen Spieltag zusammen. Für die VSGler geht es dabei ab 13.00 Uhr gegen die VSG Rhein-Neckar aus Edingen-Neckarhausen. Dieses Team liegt derzeit auf Platz zwei der Tabelle und kann als einzige Mannschaft den Helmstadtern noch die Meisterschaft streitig machen . Die Bühne für ein großes Saisonfinale ist also gerichtet. Aktuell auf dem dritten Ring liegt der ASVEppelheim. Im Hinspiel hatten die VSGler hier zwar klar mit 3:0 die Nase vorn, das Team ist aber schon aufgrund des aktuellen Tabellenplatzes nicht zu unterschätzen.


Patti Kiermeier Zuspielerin der ersten Mixed-Mannschaft der Helmstadter Volleyballer ist optimistisch
beim Heimspieltag am 15. März in der Helmstadter Schwarzbachhalle dabei sein zu können.

H1: Ein hartes Stück Arbeit

Weitere 2 wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg

(rso) „Wie würde die Mannschaft die dreiwöchige Pause seit dem letzten Punktspiel verkraften? Würde sie an den klar sichtbaren Leistungsanstieg in den letzten Spielen nahtlos anknüpfen können oder würde das junge Team der SG Sinsheim/Helmstadt diese Form erst wieder suchen müssen?“ – das waren die zentralen Fragen, die es zu beantworten galt, als man sich am Sonntagmittag auf den Weg nach Freiburg machte! Alle Spieler an Bord, rechtzeitige Anreise, konzentriertes Warmmachen  und die Stimmung prächtig. Alles schien nach Plan zu laufen.
Auch die beiden ersten Satzpunkte wurden auf der Habenseite verbucht – und dann plötzlich ein kontinuierlich fortschreitender Befindlichkeitswandel. Die  Selbstsicherheit schmolz von Punkt zu Punkt wie der Schnee in der Sonne. Schwache Annahmen und zittrige Aufschläge führten immer mehr dazu, dass die Leistung kippte. Die Freiburger merkten sehr schnell, dass sie nur Stimmung und Druck beim eigenen Service brauchten, um selbst die Spielkontrolle zu erlangen. Alle guten Vorsätze seitens der Kraichgauer Jungs schienen vergessen zu sein und so wurde das Spiel von Punkt zu Punkt verkrampfter. Auch der Wechsel auf der Zuspielposition brachte keine große Veränderung. Die Breisgauer Nachwuchstalente des Erstligateams punkteten jetzt vor allem über die Außenpositionen fast nach Belieben, während die Sonnenbichler-Jungs fast nur noch aus dem Verteidigungs-Modus heraus reagierten. So ging dieser Satz, am Ende etwas unglücklich, mit 25:23 Punkten verloren und es schien, als ob das in den letzten Wochen so konsequent erarbeitete Selbstbewusstsein auf die eigene Leistungsfähigkeit bei allen ziemlich abhanden gekommen wäre.

Satz 2 begann mit der taktischen Umstellung der Außen-Annahmepositionen Noah Horn und Tobi Bechtel. Dies führte dazu, dass die Annahme etwas stabiler wurde. Trotzdem,  auch der Spielverlauf in Satz 2 blieb lange eine ziemlich zähe Angelegenheit, denn die Passgestaltung in Verbindung mit den Schnellangreifern war zu oft fehlerhaft und die Aufschlageffizienz weiterhin unterdurchschnittlich. Dazu kam, dass weder der Block noch die Feldverteidigung den gegnerischen Diagonalangreifer in den Griff bekamen und dieser immer wieder dafür sorgte, dass der herausgespielte Punktvorsprung in diesem Satz meist wieder zusammenschmolz und die knappe Führung wackelte. Trotzdem, mit 25:19 Punkten wurde letztendlich zum 1:1 ausgeglichen und das Nervenflattern schien überwunden zu sein.

Satz 3 wurde dann am Ende leider vom Schiedsgericht mit entschieden. Bis zum Satzstand von 16:18 war das Spiel hart umkämpft, die Führung wechselte ständig und beide Seiten stemmten sich zu Beginn der Crunchtime gegen den drohenden Satzverlust. Dann ein Wechselfehler bei Freiburg, was eigentlich Aufschlagrecht SG bedeutete, lange Diskussion und das sehr unsichere Schiedsgericht nahm nicht nur die berechtigte falsche Wechselfehlerentscheidung zurück sondern ahndeten die Einsprüche der Kraichgauer mit einer roten Karte, so dass es nicht 17:18 und Aufschlagrecht Sinsheim/Helmstadt, sondern plötzlich mit Strafpunkt durch die rote Karte 19:16 und weiterhin Aufschlag Heimmannschaft hieß. Dies war der entscheidende Anstoß, dass dieser so wichtige Satz mit 19:25 zum 2:1-Rückstand führte.

Noch in der Vorrunde hätten die jungen Kraichtgauer Sportler spätestens jetzt die Flinte ins Korn geworfen und das Spiel abgeschenkt. Die zentrale Frage, die im Raum stand: „Würde jemand das Steuer in die Hand nehmen, die Verantwortung tragen und voran gehen?“
Die klare Antwort darauf zeigte das gesamte Team. Lautstark angefeuert von den Wechselspielern und den mitgereisten Fans ging ein Ruck durch die Mannschaft und endlich war wieder mehr Zuversicht und Selbstbewusstsein in den eigenen Aktionen zu sehen. Auch wenn die Eigenfehlerquote im Aufschlag und die mangelnde Qualität in vielen Abwehr- und Zuspielhandlungen immer noch überdurchschnittlich hoch war, so stimmten jetzt Einsatz und unbedingter Siegeswille. Angeführt vom jungen Linkshänder auf der Diagonalposition, Benjamin Himmel, der immer häufiger mit athletischen Angriffsschlägen punktete, wurde mit 21:25 der 2:2 Satzausgleich geschafft – und schließlich auch der entscheidende, bis zum letzten Punkt verbissen umkämpfte Tiebreak mit 13:15 gewonnen.

„Was die Jungs heute gelernt haben, ist extrem wichtig für ihre weitere sportliche Entwicklung! Arbeit schlägt Talent – immer! Das bewusste Erleben, dass nach einer längeren Pause vor allem junge, noch leistungslabile Talente erst wieder  in den aktiven Spielrhythmus kommen müssen, auch wenn sie zwischenzeitlich gut trainieren, haben sie heute leidvoll erfahren müssen. Die Erkenntnis daraus: Jede erfolgreiche Aktion basiert auf konsequenter Arbeit, dazu kommt der Wettkampfdruck und Erwartungshaltung! – Heute haben sie am eigenen Leib gemerkt, wie schnell Basics verloren gehen, wenn nicht durch konsequentes, stetiges Wiederholen eine stabile Basis erarbeitet wird!“ analysierte Coach Sonnenbichler.

Dass dieser Spielrhythmus in den nächsten 4 Wochen erhalten bleibt, dafür sorgt der Spielplan.  Bereits am kommenden Sonntagnachmittag kommt es um 16.00 Uhr in der Schwarzbachhalle in Helmstadt zum Spiel gegen den aktuellen Tabellendritten, TV Kappelrodeck. Dieses Team ist den Kraichgau-Youngstern noch in allzu guter Erinnerung, denn dort sind sie in der Vorrunde mit 0:3 Sätzen kräftig abgewatscht worden und konnten dabei insgesamt nur 37 Punkte selbst erzielen! Ein ganz besonderer Grund also, den heimischen Fans zu zeigen, welche spielerischen Fortschritte sie seitdem gemacht haben!

H1: Showdown im Breisgau

SG Sinsheim/Helmstadt vor schwieriger Auswärtsprüfung

Kapitän Noah Horn will auch gegen die FT Freiburg 3 wieder in der Annahme glänzen

(rso) Für die Volleyball-Männer der SG Sinsheim/Helmstadt steht an diesem Sonntag, dem 22. Februar 2026, eine weite und bezüglich sportlicher Wichtigkeit sehr bedeutsame Reise in der aktuellen Oberliga-Saison auf dem Programm. Das Team tritt bei der FT Freiburg 3 an, um dort weiter extrem wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einzuspielen.

Nach einer langen Eingewöhnungszeit des stark verjüngten Youngster-Teams um Spielführer Noah Horn, das während der Vorrunde kaum punkten konnte und immer einen Abstiegsplatz belegte, bestätigt die SG Sinsheim/Helmstadt zu Beginn der Rückrunde den sportlichen Aufwärtstrend und blickt auf wichtige Punktgewinne zurück,  die zeigen, dass  die Mannschaft mittlerweile in der Lage ist, auch gegen Top-Teams der Liga bestehen zu können.  Dennoch ist das Nachwuchsteam des Bundersligisten FT Freiburg – gespickt mit jungen Talenten aus dem Freiburger Nachwuchssystem – in eigener Halle als äußerst heimstark einzustufen.

Sie gelten als taktisch gut geschultes Team, das vor allem durch eine disziplinierte Abwehr und ein schnelles Angriffsspiel besticht. In der „Act-Now-Halle“, der Heimspielstätte der Freiburger Erstliga-Volleyballer, herrscht traditionell eine hitzige Atmosphäre, die schon manchen Favoriten ins Wanken gebracht hat. Die Partie beginnt am Sonntag um 15:00 Uhr. Fans, die die Reise in den Breisgau nicht antreten können, finden aktuelle Zwischenstände und den abschließenden Spielbericht auf den Portalen des Nordbadischen Volleyballverbands. Einen Livestream gibt es wie gewohnt unter https://www.twitch.tv/sgsinsheimhelmstadt.

Für die SG wird es darauf ankommen, von Beginn an Druck im Aufschlag zu erzeugen, um das Freiburger Kombinationsspiel zu unterbinden. „Auch wenn wir jetzt 3 Wochen Spielpause überbrücken mussten und die Trainingseinheiten in diesem Zeitraum oft durch krankeits- und berufsbedingte Abwesenheit von wichtigen Spielern nicht immer optimal gelaufen sind, hoffe ich doch, dass die zu Beginn der Rückrunde deutlich aufsteigende Formkurve nicht abbricht. Wichtig wird sein, einen kühlen Kopf zu bewahren, uns nicht von äußeren Faktoren beeinflussen zu lassen und die Eigenfehlerhäufigkeit zu minimieren“, so Cheftrainer Rudi Sonnenbichler. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen liegt der Fokus klar auf einer stabilen Annahme, um die eigenen Angreifer variabel einsetzen zu können.

U20m: Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft denkbar knapp verpasst

Am Sonntag, den 08.02.2026, fand bei der TSG Blankenloch die Landesmeisterschaft U20 des Nordbadischer Volleyballverband statt. Das Ziel der Mannschaft war klar: Ein besseres Abschneiden als die Baden Volleys SSC Karlsruhe und damit erstmals der Sprung zur Regionalmeisterschaft, um sich mit den besten Jugendteams Baden-Württembergs zu messen.

Die Jungs der SG Sinsheim/Helmstadt trafen in ihrer Dreiergruppe zunächst auf die Gastgeber aus Blankenloch. Gegen den erfahrungsgemäß unangenehmen Gegner mit seiner kämpferischen und unorthodoxen Spielweise behielt man jedoch stets die Kontrolle und gewann souverän mit 2:0 (25:17; 25:14).

Im abschließenden Gruppenspiel kam es dann zum erwarteten Showdown gegen den Bundesliganachwuchs des SSC Karlsruhe, den man am vorherigen Spieltag erstmals in Bestbesetzung mit 2:1 hatte bezwingen können. Ein Sieg hätte die direkte Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft bedeutet – für viele Spieler des Jahrgangs 2007 die letzte Chance auf ein solches Turnier in ihrer Jugendzeit.

Leider startete das Team zu verkopft und ohne die nötige Lockerheit in den ersten Satz. Zu viele Aufschläge landeten knapp im Aus, zudem fehlte es an Präzision in der Annahme. Trotz klarer Fortschritte im Angriff und im athletischen Bereich gingen die langen Ballwechsel häufig an die Karlsruher. Der erste Satz ging folgerichtig mit 18:25 verloren. Trainer Michael Rossel forderte in der Satzpause mehr Entschlossenheit am Netz sowie kleine Anpassungen im Annahmeriegel. Zwar kämpfte sich die Mannschaft im zweiten Durchgang nach anfänglichem Rückstand zurück ins Spiel, doch das Aufbäumen kam zu spät – auch dieser Satz ging mit 21:25 verloren. Die Enttäuschung über die verpasste Chance war den Spielern nach dem Spiel deutlich anzumerken.

Im anschließenden Spiel um Platz 3 gegen den TV Bühl zeigte das Team jedoch noch einmal Moral. Trotz zahlreicher Wechsel in der Startaufstellung gewann man souverän mit 2:1 (17:25; 25:21; 15:11). Dieses Spiel unterstrich eindrucksvoll, dass in den vergangenen Jahren eine Mannschaft aus starken Volleyballern gewachsen ist, die sich nicht nur individuell, sondern auch als Kollektiv auf und neben dem Feld hervorragend entwickelt hat.

Durch die knapp verpasste Qualifikation zur Regionalmeisterschaft steht nun am Sonntag, den 15.03.2026, mit dem U20-Jugendverbandspokal der Nordbadischen Volleyballjugend der letzte Jugendspieltag für viele der Spieler an. Eine letzte Titelchance zum Abschluss der Jugendzeit – eine Gelegenheit, die sich die Jungs nicht entgehen lassen wollen.

Für die U20 der SG Sinsheim/Helmstadt spielten in der Saison 2025/26:

Yarik Avramenko, Felix Baune, Mika Bialas, Nico Friederich, Benjamin Himmel, Noah Horn, Linus Lettau, Finnian Ohr, Felix Schick, Henrik Schnetzer, Christian Wolf, David Zehender

Mixed-Volleyballer weiter auf Meisterschaftskurs


Die Helmstadter Mixed-Volleyballer halten trotz aller personellen Engpässe weiterhin klaren Kurs Richtung Landesligameisterschaft. Mit einem auf drei
Positionen veränderten Kader konnte die VSGler auch in St. Leon wieder zwei Siege einfahren und liegt weiterhin an der Tabellenspitze . In der ersten Partie
des Tages setzte man den Tabellendritten TV Horrenberg-Balzfeld schon mit guten Aufschlägen so unter Druck, dass dieser zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel kam und am Ende ein deutlicher 3:0 (25:17, 25:13, 25:16) Sieg der VSG Helmstadt zu Buche stand. Erstaunlicherweise deutlich mehr Gegenwehr leistete dann das Tabellenschllußlicht AVC St. Leon-Rot, so dass der 25:20 Gewinn von Satz eins etwas knapper ausfiel. Auch in Durchgang zwei gelang es den Helmstadtern nicht sich entscheidend abzusetzen, während die AVCler Dank einer guten Abwehrleistung immer besser ins Spiel kamen und mit 25:23 knapp die Oberhand behielten. Der Beginn von Satz drei wurde dann vom verletzungsbedingten Ausscheiden von Zuspielerin Patti Kiermeier getrübt, ehe die VSGler mit solidem Volleyball den Satz mit 25:19 für sich entschieden. Daran knüpften die Helmstadter auch im weiteren Verlauf nahtlos hatten stellten mit 25:17 den 3:1 Sieg sicher. Damit festigten die VSGler ihre Spitzenposition in der Volleyball-Landesliga Nord und halten weiterhin Kurs Richtung Meisterschaft. Allerdings hält der Spielplan in diesem Jahr einen besonderen Showdown bereit. Die aktuell beiden erstplatzierten Mannschaften der Tabelle, die VSG Helmstadt
und die VSG Rhein-Neckar aus Edingen-Neckarhausen, treffen erst an den beiden letzten Spieltagen erstmals aufeinander. Die erste Begegnung findet dabei am
15. März um 13.00 Uhr in der Helmstadter Schwarzbachhalle statt. Ein erstes Endspiel um die Meisterschaft also, und den Termin sollte man sich schon mal fest im Kalender eintragen.


Die erste Mixed-Mannschaft der Helmstadter Volleyballer hat ihren Spitzenplatz mit zwei weiteren Siegen gefestigt . Hinten von links: Matthias Haffelder, Sonja Gürtler, Daniel Kirchner, Patti Kiermeier, Heiko Römmele und Eugenia Stang. Vorne von links: Jochen Leinberger, Arthur Soehn und Aleksandra Palczewska-Soehn.

H1: Drei Punkte aus der Wundertüte

Volleyball-Oberligist SG Sinsheim/Helmstadt gewinnt Kellerduell in Heidelberg mit 3:0 und verlässt erstmals die Abstiegsränge

Von Eric Schmidt

Heidelberg. Die Fans der SG Sinsheim/Helmstadt waren bestens ausgerüstet. Robin Friederich hatte zum Kellerduell bei der SG Heidelberg 3 eine Trommel mitgebracht, sein Bruder Nico saß mit einer großen dunkelblauen Tasche auf der Tribüne. Wer wollte, konnte aus diesem sogenannten „Überraschungsbeutel“ ein Überraschungsgetränk ziehen, das entweder ein bayrisches oder ein mexikanisches Bier war. „Ich habe ungefähr zehn Stück dabei“, verriet Nico Friederich.

Der Krabbelsack der Fans passte zum Volleyball-Oberligisten aus dem Kraichgau, der ja selbst eine Wundertüte ist. Am Samstagnachmittag griff die SG Sinsheim/Helmstadt besonders tief in die Trickkiste. Mit 3:0 (25:22, 25:22, 26:24) gewann die Mannschaft von Trainer Rudi Sonnenbichler das Kellerduell zwischen dem Tabellendrittletzten und dem Tabellenvorletzten und feierte damit gleich eine doppelte Premiere. Zum ersten Mal holte sie sich in der laufenden Saison drei Punkte, zum ersten Mal verließ sie die Abstiegsränge. Statt Neunter ist sie mit nunmehr zehn Punkten Achter. Die SG aus Sinsheim/Helmstadt hat mit der SG aus Heidelberg die Position getauscht.

Furiose Aufholjagd

Rudi Sonnenbichler war sichtlich stolz auf seine Mannschaft. Nach der kleinen Après-Party nach dem Schlusspfiff bildete der stets kritische Coach mit den Spielern einen Gesprächskreis und drückte seine Anerkennung aus. Gleichzeitig bat er um Entschuldigung. „Innerlich hatte ich den dritten Satz schon abgehakt. Ich hab’ nicht mehr geglaubt, dass wir den gewinnen und hab’ schon die Aufstellung für den vierten Satz gemacht“, gab der 78-Jährige zu. Zuspieler Johannes Dumke grinste: „Es ist doch schön, dass wir Rudi auch in dem Alter noch überraschen können.“

Die Fans im Sportzentrum Mitte fühlten sich phasenweise an das letzte Spiel sechs Tage zuvor erinnert. Wie beim 3:2-Erfolg gegen den USC Freiburg begann die SG Sinsheim/Helmstadt stark und führte nach Sätzen bereits 2:0. Auffällig war unter anderem der Block: Immer wieder wehrten Henrik Schnetzer und Lennart Schmutz gegnerische Bälle ab, auch der Angriff – vor allem über Außen – ließ es krachen.

Im ersten Satz lag die SG SiHe zunächst 5:7 und 12:15 zurück, ehe sie beim 17:16 das Ruder herumriss, sich auf 23:20 und 24:21 absetzte und den zweiten Satzball zum 25:22 nutzte. Sonnenbichler freute besonders, dass auch seine Doppelwechsel funktionierten.

Der zweite Durchgang ging noch besser von der Hand. Von Beginn an lagen die Kraichgauer vorne – erst 5:3, dann 18:13. Selbst als die SG Heidelberg mit vier Punkten in Serie auf 17:18 herankam, behielt Sinsheim/Helmstadt die Nerven und verwandelte den zweiten Satzball zum 25:23.

Auch der dritte Satz begann vielversprechend. Die SG SiHe nutzte zahlreiche Fehler des Gegners zu einer 7:2-Führung. Doch dann schlich sich Nachlässigkeit ein. „Wir haben unglaubliche Fehler gemacht, viele Bälle versemmelt und sind nachlässig geworden“, stellte Sonnenbichler fest. Aus dem 7:2 wurde ein 8:7, später aus einem 12:9-Vorsprung sogar ein 12:17-Rückstand.

Während der Trainer bereits den vierten Satz plante, startete seine Mannschaft die große Aufholjagd. Von 12:17 kämpfte sie sich auf 17:18 heran. Dank guter Aufschläge von Henrik Schnetzer machte die SG aus einem 20:23 ein 23:23. Nach der Abwehr eines Satzballs nutzte Sinsheim/Helmstadt schließlich den ersten Matchball zum umjubelten 26:24.

„Wir haben zusammengehalten. Und als wir down waren, haben wir uns zusammen rausgehauen“, erklärte Lennart Schmutz. Joe Dumke sah das ähnlich und bedankte sich besonders bei Henrik Schnetzer: „Er hat uns mit seinen Angaben am Schluss den Arsch gerettet.“

Fünf Punkte aus den letzten drei Spielen zeigen den Aufwärtstrend: In der Rückrunde hat die SG SiHe bereits genauso viele Punkte geholt wie in der gesamten Vorrunde. „Ein gewisser Lernanteil ist schon da“, findet Rudi Sonnenbichler, warnt aber: „Niemand darf glauben, dass es so weitergeht. Es ist arschglatt in der Oberliga.“

Mit anderen Worten: Es braucht noch einige „Überraschungsbeutel“ – und vor allem viele Punkte aus der Wundertüte.


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