SG Si/He –Volleyballer wollen mehr

(rso) Das Heimspiel vergangenen Sonntag gegen den USC Freiburg in der Volleyball-Oberliga Baden war vor allem für die aufstrebenden Jungtalente der SG Sinsheim/Helmstadt eine sehr einschneidende aber auch lehrreiche Begegnung. Wie ein Formel 1-Bolide beim  Rundrennen, so fegten sie 2 Sätze lang, in allen Elementen zwingend überlegen, über das Team aus dem Breisgau hinweg, die scheinbar mit einem untermotorisierten Fahrzeug an den Start gegangen waren. Nur noch eine Runde, so glaubte auch der Großteil der Zuschauer in der Sinsheimer Realschulhalle nach dem 25:8 -Kantersieg im 2.Satz und dann würde die Zielflagge unerwartet zeitig geschwenkt werden.

Weit gefehlt, der Boxenstopp vor der 3.Runde veränderte das Rennen! Hatten die Freiburger das Auto getauscht, haben sich die Gastgeber im Gefühl des sicheren Sieges verschaltet? – Was auch immer, es war Sand im Getriebe und die zuvor so zuverlässige Maschine kam ins Stottern. Es war dem ausgeglichenen Spielerkader und dem intensiven Anfeuern der Zuschauer zu verdanken, dass das Rennen um die Punkte nicht mit einem Total-Crash endete, sondern das Spiel auf der Zielgerade im 5.Satz noch äußerst knapp und umkämpft gewonnen werden konnte. Letztendlich musste man seitens der SG-ler froh sein, sich zumindest noch 2 Pluspunkte auf dem Konto gutschreiben zu können.

„Aus manchen Erlebnissen, die oft unerwartet zum Horrorerlebnis mutieren, kommt man stabiler raus, wenn man die richtigen Lehren daraus zieht! Wir haben versucht, die Ursachen und Beweggründe für das in dieser Form etwas unerklärlich Zustandekommen dieser prekären Situation zu analysieren und ich bin mir sicher, es hilft uns, noch stabiler beim Kampf um die Punkte  zu bestehen!“, so das Resumee von Cheftrainer Rudi Sonnenbichler.

Und das wird bereits am Samstagnachmittag bitter nötig sein, denn da trifft man um 15.00 Uhr im Heidelberger Sportzentrum Mitte  auf die SG Heidelberg 3, dem unmittelbaren Tabellennachbarn. Beide Teams wissen um die Tabellensituation, beide Teams sind sich bewusst, dass nur der Sieger den Anschluss in Richtung Nicht-Abstiegsplätze halten kann. Für Dramatik ist also gesorgt und man darf gespannt sein, ob das Projekt „Jugend forscht!“ schon langsam zum Projekt „Jugend punktet!“ wird. Die Leistungskurve ist in den letzten Wochen eigentlich recht stabil nach oben gegangen, und die Verantwortlichen hoffen, dass alle in und um das Team die richtigen Lehren gezogen haben.