Volleyball Spielgemeinschaft

Kategorie: Allgemein (Seite 12 von 45)

Ein ganzer Tag voll Pritschen, Baggern und Schmettern

Gemeinsam geht`s besser beim Flinsbacher Volleyballortschaftsturnier

Die letzten Kisten sind aufgeräumt, die Sporthalle wieder geputzt und alle Helfer sind froh, dass mal wieder alles reibungslos geklappt hat. Daniel Kirchner, erster Vorsitzender der VSG Helmstadt, resümiert erschöpft: „Keiner
hat sich verletzt und alle Mannschaften waren zufrieden. Besser geht’s nicht“. Am Tag zuvor stand das 44. Volleyball Ortschaftsturnier der VSG Helmstadt auf dem Programm. Jedes Jahr findet am Samstag zwischen Weihnachten und Neujahr das Traditionelle Volleyball- Grümpelturnier in der Flinsbacher Sporthalle statt. In diesemJahr war das Turnier, wie so oft, bis auf den letzten Startplatz gefüllt. Neben Traditionsmannschaften wie „Greuther Haisl“ oder „Die wilden Looos“, welche schon seit Jahren als ortsansässige Mannschaften treue Turnierteilnehmer sind, fanden dieses Jahr auch einige neue Mannschaften aus Adersbach und Schwarzach den Weg nach Flinsbach.
Pünktlich um 10.00 Uhr startete die erste Partie eines langen Volleyballtages. Es wurde gepritscht, gebaggert und geschmettert und zwischendurch stärkten sich die Mannschaften und die Zuschauer an selbstgekochten Leckereien aus der Küche oder der Bar. Die Sonne war mittlerweile untergegangen und in der Flinsbacher Halle schimmerte das Neonlicht. Nach insgesamt 41 gespielten
Partien und einer Gesamtspielzeit von fast 10 Stunden wurde gegen 21 Uhr das Finalspiel vom Vorsitzenden Daniel Kirchner angepfiffen. Bereits sichtlich gezeichnet von einem harten Tag schenkten sich die beiden Finalteams „Red Bulkos“ und „Team 1“, keinen Punkt. In einem knappen Tiebreak setzten sich die „Red Bulkos“ durch und holten sich schließlich den heiß begehrten
Wanderpokal.

Was macht es eigentlich aus, dass man sich so kurz nach Weihnachten freiwillig für ein Volleyballturnier anmeldet? So ganz sind sich die Verantwortlichen der VSG bei dieser Frage nicht einig. Gelegentlich wurde intern diskutiert, das Turnier
doch zu einem anderen Zeitpunkt oder in einer anderen Sporthalle stattfinden zu lassen. Die Flinsbacher Halle ist klein und eng, die Zuschauer sitzen direkt am Feldrand und gelegentlich landet der Ball auch mal in einem Teller
Currywurst. Sogar ein extra kleines Spezialnetz hat sich die VSG vor einigen Jahren anfertigen lassen, welches in die schmale Halle passt. Auf der Bühne findet man kaum einen Platz, um seine Sportsachen abzulegen. Es ist laut, der Jubel der Fans hallt von den Betonwänden der Halle zurück und zuweilen läuft auch ein Kleinkind mitten im Ballwechsel auf das Spielfeld.

Voller Einsatz bei allen Beteiligten in der engen Flinsbacher Halle


Vielleicht ist es aber genau das, was dieses Turnier einmalig macht. „Das Konzept unseres Ortschaftsturnieres hat auch was mit Tradition zu tun, die offensichtlich seit über 44 Jahren funktioniert, warum sollte man da etwas grundlegend ändern? Das Ortschaftsturnier ist Teil unserer Geschichte der VSG“, fasst Julian Emmerich, 2.Vorsitzender der VSG Helmstadt, zusammen. Im Flinsbacher Ortschafturnier liegt die Wiege des HelmstadterVolleyballsports. Hier trafen sich bereits vor der Vereinsgründung der VSG sportbegeisterte Einwohner zum sportlichen Schlagabtausch, bevor im Jahr 1991 hieraus der eigenständige Sportverein VSG Helmstadt e.V. hervorging. Noch heute engagieren sich einige der Gründungsmitglieder als tatkräftige Helfer bei „Ihrem“ Ortschafsturnier. Was ist der Lohn für alle Mühen der Vorstandschaft und der vielen freiwilligen Helfer, die drei Tage lang gerackert haben, um in der kleinen Flinsbacher Sporthalle Vereinsgeschichte aufleben zu lassen: Es sind nicht nur die Euros, die Kassiererin Renate Fieger nach solch einem Wochenende gerne zählt, sondern auch die zahlreichen Dankesnachrichten, die auch dieses Jahr wieder von den Turnierteilnehmern an alle Verantwortlichen gesendet wurden und bezeugen, dass auch nach 44 Jahren noch ganz viel richtig gemacht wurde.

Mit zwei Siegen in die Weihnachtspause

Spitzenspiel in der Volleyball-Landesliga Nord: die erste Mixed-Mannschaft der VSG Helmstadt empfing als Tabellenzweiter den Drittplazierten ASV Eppelheim in der heimischen Schwarzbachhalle. Die VSGler hatten mit Zuspielerin Alexandra Altermann und Mittelblocker Benji Pfisterer kurzfristig zwei „Aushilfskräfte“ engagiert, um entsprechend konkurrenzfähig zu sein. Dies konnte man dann gleich im ersten Satz unter Beweis stellen, den man klar mit 25:16 für sich entscheiden konnte. In Durchgang zwei verschlief man dann ein wenig den Beginn und nach einem 10:17 Rückstand war er Satz mit 19:25 weg. Furios dann der dritte Satz, in dem man die Eppelheimer mit 25:12 förmlich überrollte. Dieser Schwung ging dann allerdings etwas verloren, so dass nach einem 19:25 in Satz vier der fünfte Durchgang die Entscheidung bringen musste. Bei einem 2:6 Rückstand schienen den Helmstadtern die Felle schon davon zu schwimmen, ehe man sich noch einmal zu einer deutlichen Leistungssteigerung aufraffen konnte. Allen voran Mittelangreifer Heiko Römmele lief richtig heiß, glänzte mit zwei starken Blocks und trug mit seinem unbändigen Siegeswillen seinen Teil zum 15:11 Satz- und 3:2 Spielgewinn bei.

Deutlich zäher verlief dann die zweite Partie des Tages gegen die VSG Mannheim. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen und die Helmstadter benötigten am Ende ihre ganze Cleverness um sich in den Sätzen mit 25:23, 25:21 und 25:23 hauchdünn durchzusetzen und den 3:0 Sieg sicherzustellen.

Geballte Erfahrung und hochkonzentriert dabei: Eugenia Stang Zuspielerin der VSG Helmstadt. Im Hintergrund Libero Jochen Leinberger und Außenangreiferin Sonja Gürtler

Mit diesen beiden Siegen geht es für die VSGer erst einmal in die Weihnachtspause, ehe es am 25. Januar 2025 in Edingen-Neckarhausen weitergeht. Dort steht gleich das nächste Spitzenspiel gegen den aktuellen Spitzenreiter VSG Rhein-Neckar an. Zweiter Gegner ist der AVC St. Leon. Bis dahin wünschen die VSGler allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Da ist es: das neue Siegerbild der Mixed 1 der VSG Helmstadt. Hinten von links: Eugenia Stang, Patti Kiermeier, Jochen Leinberger, Heiko Römmele, Daniel Kirchner, Sonja Gürtler und Britta Wagner. Vorne: Benji Pfisterer und Alexandra Altermann.

Mixed in Helmstadt

Zum ersten Mal in dieser Saison tritt die erste Mixed-Mannschaft der Helmstadter Volleyballer am kommenden Sonntag (15.12.)in eigener Halle an. Ab 13.00 Uhr geht es dabei in der Helmstadter Schwarzbachhalle zunächst gegen den ASV Eppelheim. Gegen die Heidelberger Vorstädter hat man im Hinspiel die bislang einzige Saisoniederlage erlitten. Mal gespannt wie es diesmal ausgeht. Im zweiten Spiel des Tages trifft man dann auf die VSG Mannheim. Die Quadratestädter hatte man im Hinspiel relativ souverän mit 3:1 geschlagen, doch diesmal sind die Vorzeichen etwas anders. Wie schon gewohnt treten die VSGler auch an diesem Spieltag mit einem veränderten Kader an. Diesmal können Mittelblocker Matthias Haffelder und Außenangreiferin Hanna Lechner nicht dabei sein. Für Lechner wird es eine längere Pause sein, denn sie sieht einem freudigen Ereignis entgegen und hat sich erst einmal in die Babypause verabschiedet. Für ihre Position stehen mit Sonja Gürtler und Britta Wagner zwei weitere Außenangreiferinnen zur Verfügung. Spannender wird auf der Mitte. Hier steht mit Heiko Römmele nur noch ein etatmäßiger Mittelblocker im Aufgebot. Voraussichtlich wird Außenangreifer Daniel Kirchner diese Position übernehmen und hier seine Stärken einbringen. Ein interessanter Spieltag steht also bevor, bei dem bei den Helmstadter Volleyballer vielleicht auch etwas Kreativität gefragt sein könnte, um hinterher wieder kräftig feiern zu können.

Hat die Mixed I nach dem Spieltag wieder was zu feiern ??

U20m: Platz 3 beim 2.Spieltag in Bühl

Die U20_Jungs der SG Sinsheim /Helmstadt machte sich am vergangenen Sonntag auf den Weg nach Bühl. Frisch ausgeschlafen und voller Vorfreude auf den Spieltag ging die Fahrt los.
Jeder wusste, dass es direkt auf das erste Spiel gegen die SG Heidelberg ankommen wird. Ungeschlagen und ohne Satzverlust war die SGH der klare Favorit in diesem Spiel. Doch die Sinsheim/Helmstadter liesen sich davon
nicht unterkriegen und gaben alles. Jeder Punkt wurde gefeiert, mit jeder Aktion war Spaß und Kampfgeist verbunden. Mit dieser Entschlossenheit konnten sie sich den ersten Satz mit 25:23 sichern. Der zweite Satz lief leider anders als erhofft und es schlichen sich wieder alte Muster ein. Aufschläge wurden kaum druckvoll ausgeführt und Leichtsinnsfehler häuften sich. Somit musste der zweite
Satz mit 17:25 deutlich abgegeben werden. Der letzte und entscheidende Satz begann erneut mit Wille und Kampfgeist, doch am Ende reichte es nicht, den Favorit zu schlagen. Trotz einer 8:6-Führung beim Seitenwechsel, musste man sich mit 10:15 geschlagen geben.
Um, am Spiel um Patz 3 teilzunehmen galt es nun im zweiten Vorrundenspiel die VSG Mannheim zu schlagen. Das gelang der SG Si/He mit einem deutlich 2:0 (25:14; 25:19).
Somit zog man ins Spiel um Platz 3 gegen den SSC Karlsruhe ein. Beide Mannschaften wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Es wurde gekämpft bis zum letzten Ballwechsel. Der erste Satz ging mit einem spannenden 29:27 an die Jungs aus Karlsruhe. Fast schon siegessicher gingen diese in den zweiten Satz. Doch von diesem Satzverlust ließ sich die SG nicht unterkriegen, sie erkämpften sich Punkt für Punkt und lagen über weite Strecken des Satzes mit 1-2 Punkten in Führung. Am Ende war es eine wahre Nervenschlacht, welche die Jungs aus dem Kraichgau mit 32:30 für sich entscheiden konnten. Es ging somi in den alles entscheidenden 3. Satz.
Die Jungs der SG Sinsheim/Helmstadt gaben erneut alles und konnten sich somit den letzten Satz und damit das Spiel mit einem 16:14 sichern.
Die Freude war groß und man konnte gut gelaunt und beruhigt nach Hause fahren. Im Großen und Ganzen war es ein erfolgreicher Tag gewesen.
Mit dieser Energie freuen sich die Jungs auch schon auf den nächsten Spieltag im Februar des kommenden Jahres.

H1: Nächstes Top-Spiel am Sonntag, 08.12.24 um 16 Uhr in Helmstadt

Am Sonntag, den 08.12.2024 um 16 Uhr empfangen die Volleyballer der SG Sinheim/Helmstadt (Rang 4) den VC Offenburg (Rang 2) zum Top-Spiel der Oberliga Baden in der Helmstadter Schwarzbachhalle.

Nach dem fulminanten Heimsieg gegen die VSG Kleinsteinbach und dem damit verbunden Sprung an die Tabellenspitze mussten sich die Kraichgauer im Spitzenspiel gegen den TV Kappelrodeck im lauten Kappler Hexenkessel mit 0:3 (19:25; 21:25; 18:25) geschlagen geben. Weit schwerwiegender als der Verlust der Tabellenspitze wiegt allerdings der Ausfall von Außenangreifer Pascal Walter, der sich bei einer Blockaktion eine Fraktur seines Fingers zuzog und mindestens bis zum Beginn der Rückrunde ausfallen wird. Ebenfalls verzichten muss man im Spiel gegen den VCO auf die Annahmestabilität und Angriffswucht von Tobias Bechtel, der berufsbedingt nicht zur Verfügung stehen wird. Es wird also auf die vielgepriesene Kaderbreite ankommen, um den Ausfall zweier solcher Leistungsträger im Kollektiv zu kompensieren. Janik Richter und Finnian Ohr haben in den vergangenen beiden Wochen jedoch hervorragend trainiert und brennen auf ihren Einsatz in der Starting-Six.

Während die SG am vergangenen Wochenende spielfrei hatte und nur einige Youngster mit der U20 unterwegs waren, absolvierte der heutige Gegner VC Offenburg bereits ein vorgezogenes Spiel aus der Rückrunde. Nach zwei Niederlagen in Folge (1:3 gegen SG Heidelberg 3; 2:3 gegen TV Bühl 2) nutzte der VCO die Gelegenheit sich mit einem deutlichen 3:0 gegen den KIT Sport-Club zu rehabilitieren. Es bleibt abzuwarten, ob das Team von Spielertrainer Patrick Foit den Schwung aus diesem Spiel mit nach Helmstadt nehmen kann oder ob die Schwarzbachhalle samt der lautstarken Fans zur uneinnehmbaren Festung für den VC aus dem Ortenaukreis wird.

Alle Volleyballinteressierten und insbesondere die sportbegeisterte Helmstadter Bevölkerung ist herzlich eingeladen!

2 x 3:0 = 6 Punkte

Ein solider Spieltag mit zwei glatten 3:0 Siegen stand am Ende für die erste Mixed-Mannschaft der Helmstadter Volleyballer zu Buche. Schon im ersten Spiel gegen die TSG Lützelsachsen wurde schnell deutlich, dass die Akteure von der Bergstraße mit dem Tempo der VSG nicht mithalten konnten.

Die erste Mixed-Mannschaft der VSG Helmstadt untermauert mit zwei Siegen ihren zweiten Tabellenplatz. Von links: Sonja Gürtler, Jochen Leinberger, Britta Wagner, Eugenia Stang, Daniel Kirchner, Heiko Römmele, Matthias Haffelder und Patti Kiermeier mit Nachwuchs

Zu schnell erfolgten die Angriffe der Kraichgauer, was sich am Ende auch in den Satzergebnissen (25:18, 25:11, 25:16) ablesen ließ. In der Partie gegen den Heidelberger TV machten die VSGler genau da weiter und Matthias Haffelder glänzte über die Mittelposition ein ums andere Mal mit taktisch klug gesetzten Angriffen und trug nach einer schnellen 9:2 Führung seinen Teil zum 25:16 Gewinn von Durchgang eins bei.

Auch ein Doppelblock konnte Mittelangreifer Matthias Haffelder nicht stoppen.

Der zweite Satz schien bei einer 24:20 Führung für die VSG Helmstadt schon so gut wie entschieden, ehe gute Angaben des HTV im Annahmeriegel der VSG für etwas Verwirrung sorgten und drei Satzbälle ungenutzt verstrichen. Mit viel Erfahrung wehrten die Helmstadter dann ihrerseits einen Satzball ab, und dann war es schließlich Außenangreifer Daniel Kirchner vorbehalten mit einem clever gespielten Ball in die Lücke der gegnerischen Abwehr den 27:25 Satzgewinn sicherzustellen. Damit war der Widerstand der Heidelberger endgültig gebrochen, die Helmstadter schlossen ihrerseits jede noch so kleine Lücke im eigenen Abwehrverbund und stellten mit einem 25:13 souverän den 3:0Erfolg sicher. Mit diesen beiden glatten Siegen haben die VSGler ihrer zweite Tabellenplatz erst einmal untermauert und freuen sich auf ihren Spieltag in eigener Halle am Sonntag 15. Dezember diesen Jahres. Dann geht es ab 13.00 Uhr zunächst gegen des ASV Eppelheim und anschließend gegen die VSG Mannheim.

Matthias Haffelder, im Block diesmal kaum zu überwinden.

H1: Von der Tabellenspitze abgestürzt

Mit Kappelrodeck die Plätze getauscht

(rso) „Spitzenreiter! Spitzenreiter!“ – schallte es  am Samstagabend, kurz nach 21.30 Uhr, begeistert durch die vollbesetzte Kappelrodecker Achertalhalle. Aber diese Rufe kamen nicht von den Spielern und Betreuern der SG Sinsheim/Helmstadt, die als Tabellenführer der Volleyball-Oberliga Baden angereist waren, sondern vom Gastgeber, der als Regionalliga-Absteiger im Vorfeld der Saison von vielen Fachleuten als der große Favorit auf den sofortigen Wiederaufstieg gehandelt worden war. Mit 3:0 (25 :19 / 25 : 21 / 25 : 18) in knapp 1 ½ Stunden war an diesem Abend vor allem in der Endphase jedes Satzes ein Leistungsunterschied zwischen den beiden Teams zu sehen und letztendlich musste man dies seitens der SG-ler auch fairerweise anerkennen.

„Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu!“ – mit diesem berühmten Fußballzitat umschrieb  Cheftrainer Rudi Sonnenbichler, etwas krampfhaft lächelnd, das Zustandekommen der Niederlage. „An diesem Tag war wirklich einiges wie verhext! – Diesmal haben wir es nur bedingt geschafft, unser sportliches Leistungspotential abzurufen und die Probleme, die im Laufe des Spiels immer mehr auftauchten, ohne Leistungsabfall abzufangen. Und auch ich selbst habe durch zwei taktisch nicht sonderlich gelungene Maßnahmen mein Scherflein dazu beigetragen,  dass das Team nie zu der Spielstärke und taktischen Klarheit fand, wie es sie in den letzten Spielen ausgezeichnet hatte!“

Das Spiel begann schon mit der ersten personellen Umstellung der Grundsechs auf der zentral wichtigen Außen-/Annahme-Position. Hauptangreifer Tobias Bechtel hatte es trotz aller Bemühungen nicht geschafft, berufsbedingt rechtzeitig zum Spielbeginn vor Ort zu sein. Trotzdem entwickelte sich von Anfang an ein Spiel, bei dem man beiden Parteien anmerkte, dass es sportlich um einiges ging! Verbissen wurde bis gut in die Mitte des ersten Satzes um jeden Punkt gekämpft. Beim Stand von 16:15 dann der erste Rückschlag. Ein ungenaues Zuspiel, ein unglücklicher Kampf um den nächsten Ball – und Diagonalangreifer Lukas Herrmann musste angeschlagen ausgewechselt werden. Diese Verwirrung seitens der SG nutzten die erfahrenen Gastgeber sofort aus und erkämpften sich 4 leichte Punkte und schließlich den Satzgewinn mit 25:19 Punkten.

Satz 2 dann mit Junior Benjamin Himmel für Spielführer Lukas Hermann auf der Diagonalposition. Und, das Drehbuch sah zum Satzbeginn einen ähnlichen Verlauf vor wie in Satz 1. Doch diesmal ereilte das Unheil die Kraichgauer etwas früher. Nach einem Block des zweiten Hauptangreifers, Pascal Walter, musste dieser aufgrund einer schweren Fingerverletzung das Spiel ganz abbrechen. Dieser, eigentlich nicht geplante Wechsel, führte dazu, dass mit Finnian Ohr nun ein zweiter Youngster auf dem Spielfeld stand, der bislang noch sehr wenig Erfahrung mit dem Druck einer so  extrem lauten Halle und der sich daraus entwickelnden Hektik hatte. Dies führte dazu, dass sich die Kappelrodecker sofort darauf konzentrierten, diese Position vor allem mit gezielten Aufschlägen zu beharken, was dazu führte, dass sie  sich wieder mit 4 Punkten absetzen konnten. Um dagegen zu halten und wieder mehr Souveränität und Ruhe in die eigenen Aktionen zu bekommen, erfolgten nun einige taktische Wechsel durch Coach Rudi Sonnenbichler. Tobias Bechtel, mittlerweile vor Ort, wurde ins Spiel geschickt und brachte mit seiner Präsenz gleich etwas Ruhe ins SG-Spiel, während die Doppelwechsel des Cheftrainers von Zuspieler und Diagonalangreifer nicht nur wenig Wirkung hatten, sondern einfach in diesem Moment „taktisch schlecht gesetzt“ (Rudi Sonnenbichler) waren. Trotzdem zeigte das Team große Moral und Kampfgeist und gab den Satz erst nach starkem Widerstand mit 25:21 Punkten verloren.

Im Verlauf des dritten Satzes wurde durch den immer stärkeren Druck der Halle sichtbar, dass viele in den letzten Monaten erarbeitete Spielelemente noch nicht so stabil und auch unter Stress abrufbar sind, wie einige in der Mannschaft schon geglaubt hatten. Die Kappelrodecker zeigten nun, frenetisch angefeuert von der vollbesetzten Halle, warum sie auf ein Jahr Regionalligaerfahrung zurückgreifen konnten, während auf Seiten der Kraichgauer nun des öfteren wieder Fehler und Verhaltensmuster sichtbar wurden, die man bereits abgestellt zu haben glaubte. Doch, wenngleich jetzt Aufschlag- und Annahmefehler häufiger und in Folge vorkamen, unter dem Strich blieb trotzdem ein Leistungsniveau und eine kämpferische Einstellung abrufbar, die von weit höherer Spiel-Qualität als in den letzten Jahren zeugten.

Neidlos wurde dem an diesem Tag besseren Heimteam gratuliert, aber schon wenige Minuten nach der Verabschiedung war man sich seitens der Sinsheim/Helmstadter SG einig, dass beim Rückspiel in der eigenen Halle auf den Gast aus dem Nordschwarzwald ein ähnlicher Hexenkessel warten wird. Trotzdem startete man mit einigen Sorgen im Gepäck die Rückfahrt, denn vor allem  Hauptangreifer Pascal Walter wird wegen des Bruchs im Fingergelenk über längere Zeit ausfallen und nur sehr schwer ersetzbar sein.

H1: Spitzenspiel im Kappler Hexenkessel

Tabellenführer  SG Sinsheim/Helmstadt beim Tabellenzweiten

(rso) Am letzten Wochenende, als die Spieler der SG Sinsheim/Helmstadt sich durch ihren 3:1-Sieg gegen Kleinsteinbach in sportlich überzeugender Manier zum Tabellenführer der Volleyball-Oberliga Baden kürten, gewann der Regionalliga-Absteiger und große Favorit auf den Wiederaufstieg, der TV Kappelrodeck, mit dem gleichen Satzergebnis im zweiten Spitzenspiel der Volleyball-Oberliga/Baden beim  TV Bühl.

Nun kommt es am kommenden Samstag um 20:00 Uhr in der Kappelrodecker Achertalhalle zum nächsten Volleyball-Kracher. Nur 1 Pünktchen trennen den Gastgeber, aktuell Tabellenzweiter, und den Tabellenführer aus dem Kraichgau – und die Achertäler sind absolut heiß darauf, diese Situation zu ihren Gunsten  umzudrehen. Wohl wissend um  die extrem engen sportlichen Gegebenheiten in dieser Oberliga-Saison, denn zur Zeit trennen den Tabellenersten und Tabellenfünften nur  3 Punkte, so dass jeder Sieg, jede Niederlage zu recht großen tabellarischen Veränderungen führen kann!

Doch, das Team der Spielgemeinschaft Sinheim/Helmstadt sieht diesem Topspiel im bekannt emotional aufgeheizten Kappler Hexenkessel recht gelassen entgegen, auch wenn Trainer Rudi Sonnenbichler nicht ganz sorgenfrei ist!  Routinier Falko Böhme fällt mit einer Ellbogenverletzung ganz aus, Mittelblocker Jonas Paar ist nur bedingt einsatzfähig, was auch für den in dieser Woche kränkelnden und deshalb nicht trainierenden Libero Dominik Hager gilt. Dies sollte aber durch die in letzter Zeit viel gepriesene Kaderbreite sicherlich gut aufgefangen werden können.
Wesentlich schwerwiegender die berufsbedingt entstandene Problematik bei Außenangreifer Tobias Bechtel. Sein geplanter freier Samstag wurde für seine polizeiliche Einsatzbereitschaft während des Bundesliga-Fußballspiels Hoffenheim – Leipzig gestrichen, und so bleibt es bis zur letzten Minute unklar, ob er rechtzeitig und in welchem Zustand er in Kappelrodeck zum Team stößt. Nur gut, dass sich der bewährte Haudegen Janik Richter gesundheitlich und vor allem auch sportlich schön langsam wieder der Form nähert, die erfolgreiche und  stabile  Einsätze möglich machen. Er und Jungtalent Finnian Ohr stehen bereit, gegebenenfalls  Tobis Platz einzunehmen.

Man darf also gespannt sein, ob der Platz als Tabellenführer ein einmaliges Saison-Highlight ist, oder ob sich das Team um Spielführer Lukas Hermann schön langsam zu einem Oberliga-Top-Team entwickelt!

Es spielen: Lukas Hermann, Benjamin Himmel, Mika Bialas, Joe Dumke, Michael Rossel, Alexander Petker, Jonas Paar, Pascal Walter, Janik Richter, Finnian Ohr, Tobias Bechtel, Bernd Neuffer und Julian Paar

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