Sinsheim/Helmstadt unterliegt FT 1844 Freiburg 3 mit 1:3 – Trainer Rudi Sonnenbichler sieht deutliche Fortschritte, aber auch klare Aufgaben für die Trainingswoche

Die Volleyballer der SG Sinsheim/Helmstadt mussten sich am Sonntag bei FT 1844 Freiburg 3 mit 1:3 geschlagen geben. Nach zwei Stunden und fünf Minuten stand in der Sporthalle des Rotteck-Gymnasiums die Niederlage des Kraichgauer Teams fest. Trotz der Niederlage bleibt die Erkenntnis, dass sie sich spielerisch und mannschaftlich weiterentwickelt haben. Gleichzeitig zeigte der körperlich und athletisch starke Gegner aus dem Breisgau in der Schlussphase auf, woran in den kommenden Wochen noch intensiv gearbeitet werden muss.

Starker Auftakt auf Augenhöhe

Robin Friederich im Schnellangriff

Mit einer guten Einstellung und anknüpfend an die spielerische Leistung des ersten Saisonspiels startete die SG in die Begegnung. Die Freiburger präsentierten sich spielerisch, körperlich und athletisch stärker als die VSG Kleinsteinbach, gegen die die Kraichgauer zum Saisonauftakt erfolgreich gewesen waren. Dennoch entwickelte sich ein enges Spiel auf gutem Niveau. Insbesondere im variablen Schnellangriff erspielte sich die SG Vorteile: Robin Friederich setzte im Zusammenspiel mit Johannes Dumke die gegnerische Abwehr immer wieder unter Druck. Auch der Diagonalwechsel mit Neuzugang Bjarne Brix Bartl im Zuspiel und Finnian Ohr als Diagonalangreifer erwies sich erneut als wertvolle taktische Option. Der verdiente Lohn war der Gewinn des ersten Satzes mit 25:21.

Auch im zweiten Durchgang hielten die Sinsheim/Helmstadter mit einer guten Einstellung dagegen. Allerdings verhinderten einige Aufschlagfehler, dass sich die Mannschaft für ihre Leistung belohnen konnte. Positiv hervorzuheben, blieb in dieser Phase Noah Horn, der mit seinen druckvollen Sprungaufschlägen Akzente setzte. Dann folgte eine spielentscheidende Szene: Beim Stand von 23:22 für die SG blockte der Freiburger Zuspieler als Hinterfeldspieler einen Ball. Nach Einschätzung der SG-Trainer hätte diese Aktion als Fehler gewertet werden müssen. Statt des möglichen 24:22 und damit zweier Satzbälle für die Kraichgauer ging der Punkt jedoch an Freiburg. Die große Chance auf eine 2:0-Satzführung war dahin. Die Gastgeber nutzten den Moment, drehten den Durchgang und glichen mit 25:23 nach Sätzen aus.

Freiburg erhöht den Druck

Auch im dritten Satz hielten der Leistungswille und die gute Einstellung des jungen SG-Teams lange an. Doch im weiteren Verlauf ließen die Qualitäten in Aufschlag und Annahme nach, wodurch sich das Zuspiel zunehmend auf die Außenpositionen verlagerte. Dort sahen sich Tobias Bechtel und Noah Horn immer häufiger einem geschlossenen Dreierblock gegenüber – besonders dann, wenn die Zuspiele zu dicht am Netz oder zu kurz gerieten. Gegen die athletischen und körperlichen Vorteile des Freiburger BL-Nachwuchs wurde es damit zunehmend schwieriger, im Angriff Lösungen zu finden. Freiburg nutzte diese Entwicklung und sicherte sich den dritten Durchgang mit 25:22.

Der Einsatzwille passt: Noah Horn in der Feldverteidigung

Spätestens im vierten Satz begann für die jungen Kraichgauer die Härteprüfung. Nun zeigte sich deutlich, dass sich die SG spielerisch und als Mannschaft verbessert hat. Zugleich offenbarte der wachsende Druck durch Aufschlag, Block und Angriff, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss. Die Annahme muss weiter stabilisiert, die Zuspiele gegen die Laufrichtung müssen deutlich präziser werden und die Blockarbeit über der Netzkante braucht noch mehr Konsequenz. Hinzu kommt die Aufgabe, mehr Ruhe und Abgeklärtheit auf das Feld zu bringen. Im vierten Satz gelang es der SG nicht mehr, dem Gegner dauerhaft auf Augenhöhe zu begegnen. Mit 19:25 ging dieser Durchgang somit verdient an Freiburg.

„Zweieinhalb Sätze topzufrieden“

Trotz der 1:3-Niederlage fiel das Fazit von SG-Trainer Rudi Sonnenbichler keineswegs ausschließlich negativ aus. „Ich war zweieinhalb Sätze topzufrieden, dann aber zeigte uns dieser Gegner am Ende doch deutlich, woran weiterhin konzentriert gearbeitet werden muss. Und damit werden wir morgen Abend im Training schon anpacken“, blickte Sonnenbichler auf die Begegnung zurück.

Die Partie in Freiburg hat gezeigt, dass die Mannschaft über weite Strecken mithalten und den Gegner vor Probleme stellen kann. Nun gilt es, diese Leistung über die gesamte Spieldauer abzurufen und auch unter zunehmendem Druck die nötige Stabilität zu bewahren.

Viel Zeit bleibt dafür nicht: Bereits am kommenden Samstag um 20 Uhr steht beim USC Freiburg das nächste Auswärtsspiel an. Die Kraichgauer wollen die positiven Erkenntnisse aus der Partie mitnehmen, die Trainingswoche konsequent nutzen und den zweiten Saisonsieg ins Visier nehmen. Die Hoffnung ist groß, dass sich die sichtbaren Fortschritte schon am Wochenende auch in einem Erfolgserlebnis niederschlagen.