Am 3. Spieltag der Verbandsliga U20 der Nordbadischen Volleyballjugend zeigte die SG Sinsheim/Helmstadt eine starke Leistung und sicherte sich einen wichtigen zweiten Platz. Damit bleibt der Traum von der Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft weiterhin lebendig.

In der Vorrunde trafen die Kraichgauer zunächst auf den Rastatter TV sowie auf die Baden Volleys SSC Karlsruhe, den Bundesliga-Nachwuchs aus der Fächerstadt. Gegen den Rastatter TV ließ die SG SiHe von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Mit druckvollem Spiel in allen Elementen dominierte man die Partie klar und gewann souverän mit 2:0 (25:10; 25:13).

Im abschließenden Gruppenspiel wartete mit dem SSC Karlsruhe ein Gegner auf Augenhöhe. In den bisherigen Duellen an den ersten beiden Spieltagen hatte sich die SG Sinsheim/Helmstadt jeweils knapp geschlagen geben müssen – oft fehlte das letzte Quäntchen Durchschlagskraft. Doch an diesem Tag sollte es anders kommen. Der Kader der Kraichgauer war vollständig und fit und strotzte im ersten Satz nur so vor Selbstvertrauen. Mit enormem Aufschlagsdruck setzte man die Baden Volleys von Beginn an unter Druck und diktierte das Spielgeschehen nahezu nach Belieben. Mit 25:13 fegte die SG SiHe wie ein Tornado über Karlsruhe hinweg.

Im zweiten Satz stabilisierten sich die Baden Volleys, verbesserten ihre Annahme und hielten die Partie nun bis in die Schlussphase offen. Es entwickelte sich eine packende Crunchtime, in der das insgesamt überforderte Schiedsgericht – offenbar ungewohnt bei diesem Tempo – auf beiden Seiten einige unglückliche Entscheidungen traf. Am Ende behielt Karlsruhe den kühleren Kopf und entschied den Satz mit 29:27 für sich.

Der anschließende Tiebreak begann erneut ganz nach dem Geschmack der SG Sinsheim/Helmstadt. Mit druckvollen Aufschlägen setzte man sich früh ab und gab diesen Vorsprung zu keiner Zeit aus der Hand. Ein krachender Block von Zuspieler Mika Bialas besiegelte beim Stand von 15:8 den Satzgewinn und den verdienten Einzug ins Finale gegen die SG Heidelberg.

Im Endspiel startete die SG SiHe jedoch schwach. Schnell geriet man mit rund zehn Punkten in Rückstand. Einige Wechsel sorgten für Entlastung der Stammkräfte, sodass der erste Satz zwar deutlich mit 25:9 an die SG Heidelberg ging, man aber mit neuem Schwung in den zweiten Durchgang starten konnte. Bis zur Crunchtime konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. In einer hochklassigen Schlussphase, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten, behielt schließlich der ungeschlagene Seriensieger aus Heidelberg die Oberhand.

Mit dem zweiten Platz hält die SG Sinsheim/Helmstadt weiterhin den Traum von der Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft am Leben. Punktgleich mit den Baden Volleys SSC Karlsruhe geht es am 8. Februar in den letzten Verbandsliga-Spieltag. Die Ausgangslage ist klar: Lässt die SG SiHe die Karlsruher am letzten Spieltag erneut hinter sich, so ist die Qualifikation für die Süddeutsche Meisterschaft perfekt und man darf sich mit der Elite der U20-Teams aus Baden-Württemberg messen.